Shopsysteme mit oscommerce

Unter den modernen Shopsystemen ist oscommerce so etwas wie der Großvater. Es handelt sich dabei um das mit Abstand am längsten vorhandene Shopsystem, welches man noch heute im praktischen Einsatz findet.

Angesichts der stagnierenden Entwicklung und zunehmenden Problemen mit modernen Programmiersprachen, ist dies wirklich verwunderlich. Dabei kann oscommerce auf eine lange Geschichte und eine Vielzahl von möglichen Funktionen zurückblicken. Noch heute stellen die Nutzer eine riesige Community. Allerdings dürfte sich die Zeit dieses Systems Stück für Stück dem Ende entgegenbewegen.

Moderne Shopsysteme mit mit os:commerce

Wie bereits zu Beginn des Artikels beschrieben sind die tatsächlichen praktikablen Webshops auf Basis dieser Software in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Als der Zweig E-Commerce in Deutschland noch im Wachstum war und es noch kaum einen Online-Shop von kleinen Selbstständigen gab, war es das erste Shopsystem überhaupt um dank der Kostenlosigkeit wurde es auch mit Abstand am meisten eingesetzt. Allerdings hat sich der Standard in vielen Bereichen seit dieser Zeit gewandelt. Ein Online Shop muss in der heutigen Zeit nicht mehr nur Funktionen bieten und sich vom Besitzer im Design ändern lassen, sondern auch eine Vielzahl von Funktionen bieten.

Oscommerce kann ohne Plugins nicht einmal mehr die gesetzlichen Standards hinsichtlich des Fernabsatzgesetzes oder der Impressumspflicht erfüllen. Hier liegt das gesamte Problem der Software. Da es sich immer um ein Open-Source Projekt gehandelt hat, welches eigentlich hauptsächlich in den Staaten umgesetzt wurde, sind die Entwickler aus Deutschland irgendwann weitergezogen und haben ihre Arbeit in andere Shopsysteme gesteckt. Die mangelnde Entwicklung lässt sich bei os:commerce heute sehen. Wer sich jedoch auf die Suche nach einem kostenlosen System macht, welches zumindest die Basics an Funktionen erfüllt, kann noch immer auf dieses System setzen. Man sollte sich dabei allerdings bewusst machen, dass viele verschiedene Arbeiten auf einen zukommen, um es in einen praktikablen und für Kunden akzeptablen Zustand zu versetzen.

Was kann os:commerce?

Die meisten Bezahlsysteme lassen sich beispielsweise nur durch Plugins in den Shop einbauen. Wer Kunden eine Schnittstelle zu Paypal oder Kreditkarten bieten möchte, muss dies unter Einbußen der Sicherheit also von Hand einbauen. Auch das Backend von os:commerce hat sich in den letzten Jahren nicht ernsthaft entwickelt und ist auf dem Stand von 2006 stehengeblieben. Wer also ein hochmodernes System zur Bearbeitung von Bestellungen erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden.

Die Suchmaschinenoptimierung, welche in der heutigen Zeit für einen Webshop von enormer Wichtigkeit ist, war schon immer ein großes Problem von os:commerce. In diesem Bereich muss man also weitere Abstriche machen. Es reicht jedoch um die Artikel in den Shop einzupflegen und auf eine sehr einfache Weise zu präsentieren. Wirklichen Tiefgang darf man aufgrund der mangelnden Entwicklung allerdings auch in der nahen Zukunft nicht erwarten.

Es gibt kaum einen Grund in der heutigen Zeit noch auf dieses System zu setzen. Sofern es nicht bestimmte Funktionen sind, die man einzig und allein in diesem System findet, sollte man lieber auf die Konkurrenz ausweichen. Ein Webshop sollte den höchsten Standard an Sicherheit und Usability bieten – dieses findet man leider bei os:commerce in der heutigen Zeit nicht mehr.

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